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Gepeepte Infantilerie oder: Lena-Melanie

Nach der Pilotsendung: „Peep - unsere Geschlechtsteile in der Selbsterfahrung“, die gleichzeitig auf mehreren Fernsehkanälen läufrig wie eine Grüne an der Haltbarkeitsgrenze war, erhob sich ein Sturm der moralinsauren Entrüstung, als ob Christian auch ein Unterstützungsgeld für 12 Puffbesuche im Jahr beantragt hätte, nach bewährtem Muster gesteuert von den Funktionärs-Prälaten der katholischen Bischofskonferenz. (Sie haben was gegen öffentlich-veröffentlichte Puffbesuche.) Die Sendung sei, so der Hauptvorwurf, zu pubertär. So könne sie von weiten Teilen des Fernsehpublikums, das die sinnfreien Gefilde von Privaten und Öffentlich-Rechtlichen bis zum Erbrechen liebt, das sich noch oder wieder auf einem frühkindlichen, analfixierten Rezeptionsniveau befindet, nicht begriffen werden. Ausdrücklich sei vermerkt, dass die Vertreter der „Kirche von unten“, unter Berufung auf die Gebräuche der Urchristen und 2 südamerikanische Bischöfe, in fünf Talkshows ihre Zustimmung zu der „zeitgemäßen Aufklärung“, wie sie mit Tränen in den Augen und dem Ausdruck maximaler Betroffenheit mehrfach zum Ausdruck brachten, ihre Zustimmung zu Wort und Bild der Sendung dokumentierten. Um den Streit zu schlichten, wurde von der Bundeskanzlerin eine spontane Enquete- und Ethikkommission „Deb-Ho-Quo-komm“ („Debile Hoden- und QuotenträgerInnen kommen) berufen. Sie hielt diese Form des runden Tisches für so alternativlos wie Guido als Außenmini.

Wir zitieren aus der Mitschrift des Pilotfilmes, der der „Deb-Ho-Quo-komm“ zur Begutachtung vorlag.

 

Achtung! Mit der weitern Lektüre betreten Sie eine absolut hirnfreie Zone. Obwohl, die dort zutage tretende Blödigkeit ist keine ansteckende Krankheit; Unbedarfte bleiben nur gerne  darin hängen. Der Inhalt ist in etwa so wie flüssige Scheiße in den Pampers.

 

Mitschrift des Pilotfilmes „Peep - unsere Geschlechtsteile in der Selbsterfahrung“

...

Blablabla ...

Gagaga ...

Moderator: „Meine Damen und Herren, und jetzt kommen wir zum Höhepunkt! Hahaha, bin ich heute wieder witzig. Lena-Melanie kommt in diesem Moment auch! Und das auf die Bühne! Willkommen! Hallo Lena-Melanie, the most Pippi-Girl of Germany!!!

Lena-Melanie: (Der Liebling der Klientel von Pro Sieben ist zum Interview weißgetüncht mit dunkelgrünen Augenringen erschienen. Dieser Fassadenbewurf verleiht ihr die Anmutung einer von schwerer Diarrhöe stark mitgenommenen Dickdarmzotte.) „Oops!“

Moderator: „Oops! Ei Titt again! Haha!“ (Bis dahin keine Überraschung. Der übliche Beginn eines fernseheigentümlichen sinnlosen Geschnatters.)

Lena-Melanie: „Dankeshön ... Dankeshön ... Dankeshön.“ (Lena–Melanie besitzt keinen Sprachfehler. Sie hat nur – fleißige Abuser von RTL II und dergl. Bedürfnislosigkeitsanstalten wird ihre Sprechweise vertraut vorkommen – bei RTL II hospitiert. Die auch in gehobenen Geldadelskreisen von Düsseldorf verbreitete Sprachgestaltung mit einem leichten Hauch von Montessori-Schule gestattet, das Fehlen von Gedanken in sprachlich adäquatem Ausdruck anzubieten.)

Moderator: „Lena–Melanie, was hast Du wieder ein herziges Kleidchen zum Herzeigen an, beinahe hätte ich das bisschen übersehen, Hahaha!“ (Auch ohne diesen Hinweis wird deutlich, dass der Moderator nicht balanced, sondern von einem pränatalen Klangschalenexhibitionismus geprägt ist.) „Eine ganz kritische Frage vorneweg. Man hört immer wieder, das Deutsche Fernsehen sei auf den Hund gekommen. Wie hältst Du es damit?“

Lena-Melanie: „Vorneweg halte ish, Stefan, nishts davon.“ (Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist es nicht dem recht minimalistisch ausgefallenen Kümmerling von Verstand der strohblondierten Samenabzapftusnelda, sondern der ihr anevolutionierten weiblichen Intuition und Gebrauchsfertigkeit zuzuschreiben, dass Lena-Melanie, seit sie nach zahlreichen Höhepunkten auf ungezählten Besetzungscouchs und ähnlichen für das Fortkommen geeigneten Möbelstücken auch dem ihrer Karriere zustrebt – aus der 123. Castingrunde zu „Deutschland sucht die dümmste Supertitte („DSDST&ldquo“ ging sie vor vier Wochen als Siegerin  hervor -, sie sich auch La Schniedella nennt, und sofort auf das Wesentliche der Frage zu sprechen kommt, „ish bin noch nie auf der Hund gekommen, Hunde haben keine shönen Geshleshtsteile.“

(lebhafter Beifall, vernehmliches Klatschen)

Semidebile Flachpfeife: (bevor Sie sich über einen dauergrinsenden Hohlkopf aufregen, erinnern Sie sich bitte daran, dass unendlich schmucklose Einfalt gepaart mit systemischer Anspruchlosigkeit in Deutschland straffrei ist.) „Genital Lena-Melanie!!!“ (Der Quatschkopf verbleibt konsequent auf dem Niveau eines defäkierenden Neandertalers.) „Das ist unserem Publikum einen Sonderapplaus wert! (orkanartiger Beifall, lautes Klatschen, Schenkelklopfen) Aber bevor wir zwei zur Sache kommen, Lena-Melanie, Hahaha! eine ganz persönliche Frage an Dich, die ich - und unsere ZuschauerInnen - schon immer an Dich loswerden wollten: kann man bei Dir wirklich Sex kaufen?“

Lena-Melanie: „Nein Stefan - uph, hihihi - mein Geshleshtlishes kann man nicht kaufen, dafür muss Mann beshalen.“

(dauerhaftes Klatschen und Schenkelstreicheln)

Moderator: „Irre Lena-Melanie - Hahaha! - jetzt komme ich richtig mittendrin! Wowwww!“ (Ist er nicht zum Piepen, dieser urige Humor eines rotzverklebten Stammhirns?) „Verrate uns mal Lena-Melanie, was hast du denn am liebsten so in Deiner Freizeit und so?“

Lena-Melanie: „Da bin ish am liebsten bei mish - uph, hihihi - und sosusagen irgendwie total in den Natur: auf jedem freigelegten Feld siehst Du einen shönen Busch wie bei mish da unten. Ist das nicht shön?“

(orkanartiger, busch-begeisterter Beifall)

Moderator: „Lena-Melanie jetzt mal ganz unter uns, wie erklärst Du Dir Deine hohe Einschaltquote? Kaum bist Du da - Hahaha! -, schon will sich ganz Deutschland auf allen Kanälen einschalten?“

Lena-Melanie: „Mein PR-Berater Sven-Lothar - uph, hihihi - also der sagt anhand der Shalen, dass so viele auf mir einshalten, weil ish ein Kind von armen Eltern wie das Volk bin. Oben nicht viel, aber sheigen, sheigen, sheigen - uph, hihihi - und unten drunter nishts darunter, aber sheigen, sheigen, sheigen. Stefan, da wollen die Leute einshalten.“

Moderator: „Das heißt, einfach so einschalten ...?“

Lena-Melanie: „Ja, so einfach - uph, hihihi - und ich kriege die Quote hoch.“

(ekstatisches Klatschen und Schenkelklopfen/-reiben)

Moderator: „Das ist ja wahnsinnig Lena - Melanie - Hahaha! - echt super irre! So einfach möchte ich meinen auch mal hochkriegen!“

Lena-Melanie: „Da kann ish Dish helfen Stefan. In meinem Training für Selbstbewusstsein - uph, hihihi - habe ich immer auf die Kärtchen geshrieben: ‘Besser mein Geshleshtsteil als kein Teil!’ So kann ish Dish helfen Stefan.“

Moderator: „Lena-Melanie, eine Frage an eine Frau, die weit herumgereicht wird, - Hahaha! - zum Schluss: ist Dein Publikum genauso infantil wie Du?“

Lena-Melanie: „Die Frage habe ish mish auch shon gefragt. Aber ish denke - uph, hihihi - so infantil bin ish nisht. Da muss sich das Publikum doch nur einmal meine Geshleshtsteile genauer ansehen, ish glaube, ish bin schon erwachsen.“

(Klatschen ohne Ende, heftiges Schenkelreiben, andauernd, auch nachdem das Licht im Studio ausgegangen ist)

Moderator: „Sensationelle Einsichten bei Dir Lena-Melanie, wirklich sensationell - Hahaha! - liebe Zuschauerinnen und Zuschauer. Ich kann nur sagen: bleiben Sie dran! jetzt kommt zuerst die Werbung, dann die zweite Folge unserer Geschlechtsteile in der Selbsterfahrung!“

 

p.s.

Nach mehrmaligem Durchsehen des Videotapes hat die Enquete- und Ethikkommission „Deb-Ho-Quo-komm“ gegutachtet, dass das vorgelegte Objekt keine Gefahr für den deutschen Fernsehkonsumenten darstellt. Ihre Entscheidung begründet die Kommission mit einigen grundsätzlichen Thesen.

1.  Es ist allgemeine Erkenntnis, dass Infantile alles anfassen, was sich anbietet. Nur dieser Forscherdrang führt zur Entwicklung entfalteter Persönlichkeiten.

2.  Zahlreiche Infantile greifen auch hinein, damit sich etwas anbietet. „Wir müssen Neues wagen!“ ist die Grundforderung für die Entwicklung zu einer High-Tech-Gesellschaft.

3.  Jede Gesellschaft hat das Recht auf ihre Infantilität, weil sie diese selbst über Gebühren finanziert.

4.  Vor allem die Vertreter der Kirchen in der „Deb-Ho-Quo-komm“ bestehen darauf, dass auch die Senilen einen Anspruch darauf haben, einen öffentlich-rechtlichen Blick auf die Infantilen werfen zu dürfen.

5.  Irgendwie läuft alles auf dasselbe hinaus.

4.4.12 15:26
 
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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


kariologiker / Website (6.4.12 11:41)
Lieber Jupp,

ich sage es ja ungern, aber ich kenne die Frau auch … ja, auch nur aus dem Fernsehen, aber es muss die Schneidberger sein, jene bildungsrestistente, busengepimte, haarverlägerte Verblondung, die heute als Musterbeispiel für das Präkariat schlechthin steht und als Vorzeigeobjekt für alle drittklassigen, nicht öffentlich Rechtlichen die eigene Sender-Verdummung nährt und der man die Euros in den selbigen schiebt, den sie sicher für diese Rolle hat allen hin halten müssen, die hier geschrien haben.
Narretei ist dagegen schon promotionswürdig und selbst wenn sie 100 Mal plagiatorisch erstellt wäre, käme jedes Duplikat besser weg, als diese unsäglich Verblödung, diese exemplarische geistige Verarmung, die wir nicht nur im Fernsehen als “skripted reallity” vorgesetzt bekommen.

Wie entsetzlich recht Du doch hast, Jupp.
Kariologiker


pitsblog (6.4.12 15:30)
Lieber Kario,

ich habe den Eindruck, dass die "Verblondung", wie Du Dich sehr zurückhaltend ausdrückst, das Geicht der heutigen Gesellschaft bestimmt. Nicht dass die Gesellschaft früher beer gewesen wär. Aber die Entwicklung der Medien, des Internets insbesondere, offenbart eine erschreckende Bildungsresisenz.

Herzliche Grüße
Pit

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